Buddy-Tracker (Android)

Den Buddy-Tracker gibt es kostenlos bei Google Play‚ĄĘ https://play.google.com/store/apps/details?id=de.leo.android.buddy_tracker

Motivation

Viele Chat-Programme bieten (inzwischen) auch die M√∂glichkeit seinen aktuellen Standort mit seinen Freunden zu teilen. Wozu also eine weitere App f√ľr diese Aufgabe? Ausgangspunkt ist, da√ü die gesammelten Daten nicht √ľber einen einzigen zentralen Server gehen sollen. F√ľr einen besseren Schutz der Privatsp√§re sollen die Nutzer eigene Austauschm√∂glichkeiten f√ľr ihre Daten bekommen. Um das Rad nicht neu erfinden zu m√ľssen, kann man auf bestehende Transportm√∂glichkeiten aufsetzen. Aktuell sind eMail und P2P Filesharing als Transportm√∂glichkeiten implementiert. Bedeutet nat√ľrlich einen etwas h√∂heren Aufwand beim Konfigurieren der Software, aber man hat die Kontrolle wo und wie lange seine Daten gespeichert werden. Und last but not least: Die Aufgabe ber√ľhrt viele Aspekte der Programmierung von Android-Apps, nicht nur ein einfaches Aufbereiten von Daten aus einer REST-API eines Servers, auf das sich viele Apps reduzieren lassen. Hier spielen Hintergrund-Dienste die st√§ndig laufen m√ľssen, Steuerung der App √ľber globale Intents, Aktivit√§ts-Erkennung, … mit. Kommunikaton verschiedener asynchroner Prozesse untereinander und das Z√§hmen der Callback-Hell. (Mit Kotlin ist das deutlich angenehmer geworden) und, und, und … Also ein guter Aufh√§nger f√ľr mich, mich intensiv mit diesem Betriebssystem zu besch√§ftigen.

√úberblick

Zentraler Bestandteil des Buddy-Trackers ist ein GPS-Logger, der automatisch und regelmäßig Positionsdaten sammeln kann (es gibt aber auch eine Option eine einzelne Position manuell aufzeichnen zu lassen). Dabei kann vielfältig konfiguriert werden wann Positionsdaten gesammelt weden sollen und wie lange sie jeweils veröffentlicht bleiben sollen (abhängig allerdings von der verwendeten Übertragungsmethode). Die gesammelten Positionsdaten können dann manuell oder ebenfalls automatisch an eine Liste von Freunden verteilt werden. Dabei kann auch gesteuert werden, wann das geschehen soll.

Mit dem manuellen Aufzeichnen und Teilen von Positionsdaten lassen sich Probleme wie

  • An welchem Ausgang des Bahnhofs wollen wir uns nun genau treffen?
  • An welcher Ecke des Badestrandes wollen wir uns treffen?
  • Ich hab mich im Wald verlaufen, holt mich hier raus!
  • Mein Fahrrad hatte unterwegs einen Platten, holt mich ab!

lösen. Nie wieder Probleme sich zu finden weil die Ortsbeschreibung nicht genau genug war.

Dazu sendet man mit der App manuell jeweils eine Positionsinformation an die gew√ľnschten Empf√§nger. Dies nat√ľrlich nur solange auch eine Mobilfunk-Abdeckung besteht und GPS-Empfang m√∂glich ist. In der W√ľste, mitten auf dem Ozean, aber auch innerhalb von Geb√§uden funktioniert dieser Ansatz nat√ľrlich nicht. Entweder fehlt das Netz um die Daten zu versenden oder der GPS-Empfang ist innerhalb von Geb√§uden nicht m√∂glich.

Der Buddy-Tracker kann aber auch automatisch Positionen erfassen und verteilen. Damit wäre die Überwachung einer Fahrzeugflotte oder einfach nur das Teilen des eigenen Aufenthaltsortes mit Freunden zu realisieren. Der Buddy-Tracker sendet seine gesammelten Positionsinformationen in regelmäßigen Intervallen an die definierten Empfänger. Der Sender kontrolliert hier also vollständig, wer die Daten später zu sehen bekommt.

Der Buddy Tracker kann aber auch ohne das Teilen der Positionsdaten mit Freunden als normaler GPS-Logger verwendet werden. Hier ist dann besonders das aktivitätsgesteuerte Aufzeichnen und die Möglichkeit den Buddy-Tracker von anderen Apps aus fernzusteuern zu erwähnen.

Einsatzmöglichkeiten

Ein paar Ideen wof√ľr man den Buddy-Tracker benutzen kann.

  • Notizbuch f√ľr Orte Unabh√§ngig von der kontinuierlichen Aufzeichnung der Positionsdaten kann der Buddy-Tracker auch einzelne Orte speichern. Entweder indem man einen Marker erzeugt, indem man lange auf den entsprechenden Punkt in der Kartenansicht klickt oder aber als Kopie des gerade aktuellen Ortes wenn man die entsprechende Men√ľoption in der Karten- oder Navigationsansicht benutzt. Zu diesen Orten k√∂nnen dann ggf. Notizen hinterlegt werden. Damit merkt man sich interessante Gesch√§fte, wo man in einer fremden Stadt sein Auto geparkt hat, …
  • GPS-Logger Der Buddy-Tracker kann Positionsdaten auch nur aufzeichnen und mu√ü sie nicht mit Anderen teilen. Zusammen mit der aktivit√§tsgesteuerten Aufzeichnung bekommt man so das Bewegungsprofil des Tages ohne in Ruhepausen Speicherplatz oder elektrische Energie zu verschwenden. Manuelles Senden von Positionsdaten Die aktuelle Position oder gespeicherte Ortsdaten k√∂nnen manuell mit Freunden geteilt werden. Je nach gew√§hltem √úbertragungsweg geschieht das in Klartext (der Empf√§nger mu√ü dann den Buddy-Tracker nicht installiert haben) oder als Datenpaket f√ľr den Buddy-Tracker, der die Daten dann beim Empf√§nger in die Datenbank integriert. Dazu mu√ü der Buddy-Tracker dann nat√ľrlich beim Empf√§nger installiert sein.
  • Teilen der Positionsdaten mit sich selbst Hat man mehrere Ger√§te und m√∂chte die Positionsdaten die mit dem Smartphone gesammelt wurden auch auf seinem Tablet haben, teilt man die Daten einfach mit sich selber.
  • Teilen der Positionsdaten mit einer Gruppe Der eigentliche Verwendungszweck der App. Das Ganze kann dann jeweils auch noch √ľber externe Apps wie Tasker, Automate oder Llama abh√§ngig von diversen externen Parametern gesteuert werden. So kann die Ortsaufzeichnung zum Beispiel deaktiviert werden, wenn man sich in bestimmten WLANs befindet - man kann damit zum Beispiel die Ortsaufzeichnung zu Hause oder im B√ľro deaktivieren. Diese Informationen interessieren meist ja eher weniger und au√üerdem spart es Energie.

√úbertragungsarten

Als √úbertragungsmethode stehen mehrere Varianten zur Auswahl:

Der Buddy-Tracker kann die Informationen zwischen den Parteien auf mehreren Wegen verteilen. Je nach Einsatzzweck ist die eine oder andere, ggf. auch eine Kombination, sinnvoll. Die √úbertragungsarten lassen sich in zwei Klassen einteilen: Manuelles Teilen der Position und automatisches Teilen der Position. Beim manuellen Teilen hat man die Wahl zwischen dem Teilen √ľber externe Apps (wie Chat- oder EMail-Apps) oder dem Buddy-Tracker. √úber die externen Apps wird im Moment grunds√§tzlich eine ausf√ľhrliche Klartext-Version der Position, der Daten des Buddies oder des Ortes geteilt. Die gew√§hlte App erledigt dann die Zustellung der Information an den Empf√§nger. Das Teilen dieser langen Klartext-Version √ľber die jeweils aktive SMS-App des Smartphones macht aber eher wenig Sinn - es sei denn man hat zu viel Geld. ;-) Tr√§gt man einen Buddy im Buddy-Tracker ein und gibt dem die Handy-Nummer, dann versendet der Buddy-Tracker eine f√ľr SMS Bedingungen gek√ľrzte Fassung der Daten. Teilt man die Daten aber √ľber den Buddy-Tracker, dann werden die m√∂glichen √úbertragungsoptionen angeboten, die sich aus den gerade aktivierten √úbertragungsmethoden des Buddy-Trackers und den bei den jeweiligen Buddies eingetragenen Kontaktdaten und Aktivierungen der Daten ergeben. Die get√§tigte Auswahl wird intern gespeichert und beim n√§chsten Senden als Vorauswahl angeboten. So hat man eine einfache Gruppenbenachrichtigung wobei jeder Buddy mit einer individuellen Kommunkationsmethode angesprochen werden kann.

Manuelles Teilen der Position

Beim Teilen √ľber die Buddy-Tracker App gibt es dann die folgenden Optionen:

Text-SMS

(Google erlaubt diese Funktion nicht mehr im Play Store, daher mußte ich sie entfernen)
Hier bekommt der Empf√§nger eine normale SMS mit einem Link zu einem Kartenprovider (im Moment Google-Maps) in dem die gew√ľnschte Position markiert ist. Abh√§ngig von eingesetzten Ger√§t kann man sich dann von seinem aktuellen Standort zu dieser Position routen lassen.Ist der Buddy-Tracker installiert, dann erkennt er, den Link zum Kartenprovider und bietet die Option an, die Information auch selber zu bearbeiten. Die Text-SMS ist geeignet f√ľr die direkte Kommunikation zwischen wenigen Partnern, da f√ľr jede Meldung oder Nachricht je eine SMS an jeden der beteiligten Empf√§nger gesendet werden muss. Hierzu w√§re eine SMS-Flatrate zu empfehlen.

Manuelle eMail

Hier wird der auf dem Ger√§t bereits benutzte eMail-Client aufgerufen. Dort sind die Empf√§nger, das Subject und der Meldungstext bereits ausgef√ľllt, k√∂nnen aber noch nach Belieben editiert werden. Das Versenden der Informationen per eEMail geschieht genau so wie bei Klartext-SMS. Nur sind die √ľbermittelten Informationen etwas ausf√ľhrlicher, da die Begrenzung auf 160 Zeichen pro SMS weg f√§llt.

Daten-SMS

(Google erlaubt diese Funktion nicht mehr im Play Store, daher mußte ich sie entfernen)
Dies ist eine spezielle Art von SMS. Sie ist f√ľr den normalen Benutzer unsichtbar. Auf dem Empf√§nger Ger√§t mu√ü der Buddy-Tracker installiert sein. Dieser horcht auf diese SMS und verarbeitet die √ľbertragenen Daten dann intern gleich weiter. Da bei dieser √úbertragungsart keine Menschen involviert sind, ist der Inhalt der SMS definiert und das automatische Verarbeiten einfacher. So k√∂nnen auch redundante Informationen weg gelassen werden und mehr Nutzinformationen in der SMS transportiert werden. Ist beim Emp√§nger kein Buddy-Tracker installiert, verschwindet die Daten-SMS allerdings sang- und klanglos.

Automatisches Teilen der Position

Die ersten zwei Methoden senden die Positionsdaten direkt zu den jeweiligen Empfängern. Es gibt keine zentrale Stelle an der die Positionsdaten zwischengespeichert werden. So haben Unberechtige keinen Zugriff auf die Daten, solange Sender und Empfänger ihre Systeme sauber halten.

Daten-SMS

(Google erlaubt diese Funktion nicht mehr im Play Store, daher mußte ich sie entfernen)
Die Daten-SMS eignet sich auch f√ľr das automatische Teilen der Position, sofern man eine SMS-Flat hat. Ansonsten w√§ren die Kosten wohl zu hoch.

Automatische eMail

Hier kann nicht der jeweils auf dem Systen verwendete Default-eMail Client verwendet werden. Dieser l√§√üt das automatische Versenden von Mails nicht zu und gew√§hrt auch keinen anderen Apps den Lesezugriff auf Postf√§cher. (Und das ist auch gut so!) Also mu√ü der Buddy-Tracker einen eigenen eMail-Client mitbringen, der dann vom Anwender jeweils geeignet zu konfigurieren ist. In dieser Betriebsart sendet der Buddy-Tracker eine eMail in einem automatisch zu verarbeitenden Format (JSON, in Zukuft verschl√ľsselt) an die gew√ľnschten Empf√§nger. Dies geschieht effizient und unter der Wahrung der Privatsph√§re. Die Mail mu√ü nur einmal an den Mailserver gesendet werden. Die Empf√§nger stehen im BCC, so da√ü sie gegenseitig nicht sehen wer noch diese Mail bekommen hat. Auf der Empf√§ngerseite lauscht der Buddy-Tracker auf den Posteingang des gew√§hlten Postfaches. Das kann ein extra f√ľr den Buddy-Tracker eingerichtetes Postfach sein. Oder aber man benutzt ein vorhandenes Postfach. Die Mails sind im Subjecht durch den Prefix “[#BT#]” gekennzeichnet und werden anhand dieses Prefixes vom Buddy-Tracker erkannt und verarbeitet. Alle anderen Mails im Posteingang l√§√üt der Buddy-Tracker unbeachtet. Bearbeitete Mails k√∂nnen dann auch automatisch im Posteingang gel√∂scht werden. So bleibt das Postfach auf dem Mailserver sauber. Die folgenden Methoden arbeiten mit einem geteilten Medium, auf das alle Teilnehmer Zugriff haben. Wer Zugriff auf dieses Medium bekommt, hat prizipiell Zugriff auf die Positionsdaten der anderen Teilnehmer. Jeder Sender ist daf√ľr verantwortlich, seine eigenen Positionsdaten zu verwalten - also ggf. veraltete Daten zu l√∂schen. Die anderen Teilnehmer lesen diese Daten nur und schreiben oder l√∂schen dort nichts. Diese Methoden sind geeignet um die Positionsdaten ggf. auch anderen, nicht direkt beteiligten, Parteien zur Verf√ľgung stellen zu k√∂nnen.

Shared Folder

Es gibt die M√∂glichkeit, einen Ordner auf seinem Ger√§t ins Internet zu spiegeln und dort den Inhalt mit anderen Leuten zu teilen. Der Buddy-Tracker kann dies nutzen, indem er seine Informationen in diesen Ordner schreibt und die dort eintreffenen Information intern bearbeitet. Jede Positionsmeldung ist eine eigene Datei und jeder Teilnehmer hat hier seinen eigenen Unterordner. So sind die Positionsmeldungen den jeweiligen Sendern zuzuordnen. Getestet wurde das mit Sync (vormals Bittorrent-Sync) und SyncThing Allerdings hat man hier den Nachteil, dass die Information mit etwas Verz√∂gerung verteilt wird da diese Apps nur in gewissen Zeitabst√§nden nach neuen Informationen suchen um Energie zu sparen. Auch kann nur mit Buddies geteilt werden, die gerade auch online sind. Im Minimalfall mu√ü also jeweils immer mindestens ein Mitglied der Gruppe online sein wenn geteilt wird. Dies kann problematisch sein, wenn die Gruppe nur aus mobilen Ger√§ten besteht, die gerne zum Energiesparen auch mal schlafen gehen. Es bietet sich also an ggf. mindestens einen kleinen Server zu integrieren, der diesen Ordner kontinuierlich teilt - ein Raspberry Pi o.√Ą. gen√ľgt hierf√ľr v√∂llig. Hat man einen Account bei einem Cloud-Provider, dann besteht noch eine weitere Option. Meist unterst√ľtzen die Cloud-Anbieter keine automatische Synchronisation eines lokalen Ordners mit einem Ordner in der Cloud nicht. Der Buddy-Tracker ben√∂tigt allerdings zum Teilen einen lokalen Ordner. Nur hier bekommt man zuverl√§ssig die Benachrichtigung, wenn sich der Ordnerinhalt ge√§ndert hat (= eine neue Nachricht ist eingetroffen). Aber selbst das √ľberpr√ľfen eines bestimmten Ordners beim Cloud-Anbieter ist meist nicht m√∂glich - die entsprechende Schnittstelle wird nicht angeboten. Und wenn - je nach Provider m√ľ√üte dann eine separate Methode im Buddy-Tracker implementiert und aktuell gehalten werden. Aber es gibt Apps, die genau dies f√ľr einen tun. Also warum nicht die nutzen? ;-) Ein vielversprechender Kandidat (ohne Anspruch auf Vollst√§ndigkeit) ist zum Beispiel Synchronize Ultimate. Mit dieser App kann man Ordner diverser Cloud-Anbieter mit einem lokalen Ordner synchronisieren. Auf diesen synchronisierten Inhalt greift dann der Buddy-Tracker huckepack zu. Hier hat man auch eine zentrale Stelle, die immer erreichbar ist und umgeht so das Problem der Buddies die gerade nicht erreichbar sind.

Web Service

(Noch nicht implementiert, aber auf der ToDo-List:)
Aus technischer Sicht ist ein zentraler Web-Service am einfachsten umzusetzen. Ein kleiner Webserver mit MySQL und PHP gen√ľgt so da√ü sich die Buddy-Tracker mit ihm verbinden und ihre Informationen synchronisieren k√∂nnen. Als Hardware gen√ľgt ein Raspberry Pi und mit Hilfe eines der dynamischen DNS-Provider kann man diesen Server bei sich zu Hause ins eigene Netz h√§ngen. Zugriff von Dritten sind so nicht m√∂glich (naja, wenn die NSA unbedingt will, dann schafft sie es auch, nicht aber das Script-Kiddie von nebenan …) Diese Option bietet die M√∂glichkeit, da√ü auch Ger√§te, die den Buddy-Tracker nicht installiert haben, an diesem Dienst teilnehmen k√∂nnen, indem sie ihre Positionen √ľber eine (noch zu entwickelnde) Browser-App an dem Webserver ver√∂ffentlichen. Die ganzen Automatik-Optionen sind dort aber umst√§ndlicher umzusetzen … Auch kann ein weiterer Service geschrieben werden, der die Positionsdaten im Internet f√ľr normale Browser zug√§nglich macht. Zum Beispiel f√ľr die Darstellung der Positionen der Teilnehmer eines Marathons oder Radrennens f√ľr die Fans. Die Teilnehmer m√ľssen dazu nur ihr Android-Handy mit installiertem Buddy-Tracker mitf√ľhren (was f√ľr Amateur-Veranstaltungen wohl zumutbar ist).

Datenschutz / Datensparsamkeit

Ein paar Worte welche Informationen anfallen, wo sie gespeichert werden und wer ggf. mitlesen kann. GPS ist ein Rundfunkdienst. Die GPS-Daten werden weltweit ausgestrahlt und die Tatsache ob und wo man die GPS-Daten empfangen hat, kann von au√üen nicht ermittelt werden. Bei der Nutzung des GPS-Dienstes fallen also keine f√ľr Au√üenstende verwertbare Informationen an. Die Positionsinformationen m√ľssen dann an die Empf√§nger gesendet werden. Diese m√ľssen die Informationen notgedrungenerweise lesen und verarbeiten k√∂nnen, sonst w√ľrde die √úbermittlung ja keinen Sinn machen. Je nach gew√§hlter √úbertragungsmethode werden, technisch bedingt, mehr oder weniger Daten auch an nicht direkt beteiligte Parteien gesendet. Abschlie√üend bekommt der Provider, der das Kartenmaterial bereit stellt (im Moment Google) noch die Information, das ein gewisses Ger√§t (das normalerweise einer gewissen Person zugeordnet werden kann) an einem bestimmten Ort interessiert ist (da f√ľr diesen Ort ja die mindestens Karte der n√§heren Umgebung angefordert wird) In der internen Kartendarstellung des Buddy-Trackers geht nicht ganz so viel Information nach au√üen, da dort nur die Karte des jeweilig benachbarten Gebietes angefordert wird. Die genauen Positionen der interessanten Punkte gehen dabei nicht nach au√üen. Dies wird in einer der n√§chsten Versionen entsch√§rt werden: Erst einmal durch weitere Kartenanbieter f√ľr den Klartext-Link (bing, OpenStreetmap), so da√ü jeder die Information auch √ľber mehrere Anbieter streuen kann. Die Einbindung eines alternativen Kartenanbieters in die Buddy-Tracker Anwendung

Lokale Datenbanken auf dem Gerät

Die lokalen Nachrichten und Positionsmeldungen werden im privaten Bereich der App unverschl√ľsselt gespeichert. Bei normalen ungerooteten Ger√§ten ist das eine hinreichende Sicherheit gegen√ľber dem Zugriff von anderen Apps. Auf gerooteten Ger√§ten besteht nat√ľrlich die M√∂glichkeit, da√ü eine entsprechend berechtigte App auch Daten aus den privaten Bereich anderer Apps abgreift. Aber derjenige, der sein Ger√§t rooted sollte sich dar√ľber im Klaren sein, was er da tut.

SMS, eMail

Die Informationen werden nur direkt zwischen den beiteiligten Parteien ausgetauscht. Mltlesen k√∂nnten noch die jeweiligen Provider, die die Nachrichten √ľbermitteln, da die Daten noch nicht verschl√ľsselt √ľbertragen werden. Im Falle der Klartext-SMS und eMails f√ľr Empf√§nger ohne installierten Buddy-Tracker d√ľrfen die Informationen auch gar nicht verschl√ľsselt werden, da sonst der Empf√§nger die Nachricht ja gar nicht lesen k√∂nnte. Die Information f√§llt im Falle der SMS auch nur zum Zeitpunkt der √úbertragung an, es sei denn die Telefonprovider speichern den Inhalt der √ľbertragenen SMS noch irgendwo. Im Falle der eMails k√∂nnten auch die Internet-Provider, die das jeweilige eMail-Postfach zur Verf√ľgung stellen die Nachrichten nachtr√§glich noch lesen, solange sie noch nicht aus dem Postfach gel√∂scht wurden.

Shared Folder

Die Sicherheit ist abh√§nig vom eingesetzten Produkt. Im Falle von Sync bzw. SyncThing ist die Sicherheit so gut, wie die beiteligten Leute ihre Ger√§te sichern k√∂nnen. Die √úbertragung zwischen den Parteien ist verschl√ľsselt. Die Daten werden nur auf den beteiligten Ger√§ten gespeichert. Es gibt keinen zentralen Server, der die Daten kontinuierlich online h√§lt. Damit m√ľssen die Parteien allerdings auch gleichzeitig online sein, um die Daten auszutauschen (was aber im angestrebten Einsatzfall wohl der Normalzustand sein sollte). Gegebenenfalls kann man nat√ľrlich ein weiteres Ger√§t in die Synchronisations-Gruppe aufnehmen, das immer online ist (ein Raspberry-Pi gen√ľgt hierf√ľr vollkommen) und das die Daten f√ľr alle Beteiligten st√§ndig verf√ľgbar h√§lt.

Web-Service

Derjenige, der den entsprechenden zentralen Web-Service zur Verf√ľgung stellt hat nat√ľrlich Zugriff auf die dort gespeicherten Daten. In einer sp√§teren Ausbaustufe werden die Daten aber auf dem Webserver nur versch√ľsselt gespeichert und k√∂nnen dann nur noch von den jeweiligen berechtigten Empf√§ngern entschl√ľsselt werden.

Angedachte Erweiterungen / ToDo-List

Ein paar Ideen, die noch der Umsetzung harren. ;-)

Annährungsalarm

Nähert sich ein einem ein Buddy oder vergrößert sich der Abstand zu ihm zu sehr wird ein Alarm ausgelöst. Definieren von Gebieten in denen grundsätzlich (nicht) getrackt wird Also eine Automatik die den Tracker ein oder ausschaltet sobald man sich in bestimmten Gebieten bewegt.

Fernabfrage der aktuellen Postion (“Ping”)

Geeignet um z.B. den aktuellen Aufenthaltsort seiner Spr√∂√ülinge ermitteln zu k√∂nnen. Der Buddy-Tracker sendet nach Eingang eines entsprechenden Kommandos (eines berechtigten Absenders) die aktuelle Position des Ger√§tes an diesen Absender zur√ľck. Geeignet konfiguriert k√∂nnte man es auch als Dienstahlsicherung einsetzen. Definitiv eine kritische Funktion. Es mag sinnvolle Anwendungsbreiche daf√ľr geben - allerdings k√∂nnte auch Schindluder damit getrieben werden. Werde ich wenn, dann wohl nur als separat installierbares Zusatzmodul implementieren, das dann aber eine klare optische R√ľckmeldung gibt, wenn der Dienst aktiv ist.

SOS-Modus

Ausgel√∂st wird ein Alarm durch Tastenkombinationen auf dem Handy, die man auch blind in der Hosentaschen machen kann. (Hab geh√∂rt da√ü so was geht … klingt interessant) Die App sendet dann eine Alarmnachricht an einen vordefinierten Empf√§ngerkreis und daran anschlie√üend kontinuierlich die aktuelle Position. Dies als stiller Alarm, so da√ü die Angreifer in der aktuellen Situation nicht aggressiv(er) werden. Zuschaltbar k√∂nnte eine Option gemacht werden, bei der die Empf√§nger der Mail auch Zugriff auf das Mikrophon haben um ggf. beurteilen zu k√∂nnen wie ernst die Lage ist.

Das ist allerdings ziemlich kitzlig mit der Privatsphäre. Wird ggf. dann sogar noch ein weiteres separates Modul werden, so daß die Hauptanwendung mit sparsamen Rechten auskommen kann.